Die Wahl des richtigen Dichtstoffs für Fugen in Bad und Küche entscheidet maßgeblich über Langlebigkeit und Hygiene. Für die meisten Bereiche, insbesondere an Waschbecken, Badewannen und Arbeitsplatten, ist ein neutralvernetzender Silikonkautschuk die erste Wahl. Dieser bleibt dauerhaft elastisch, haftet hervorragend auf Glas, Keramik und lackierten Flächen und ist resistent gegen Schimmelbildung, sofern er pilzhemmende Zusätze enthält. Achten Sie bei der materialauswahl darauf, dass das Produkt ausdrücklich für Sanitärbereiche geeignet ist und keine Essigsäure abspaltet, da dieser Geruch nicht nur unangenehm ist, sondern auch Kalk und bestimmte Natursteine angreifen kann. Für Fugen, die später überstrichen werden sollen, etwa zwischen Fliesen und Wand, verwenden Sie besser einen acrylatbasierten Dichtstoff, der allerdings weniger dehnfähig ist und daher nicht für Dehnungsfugen an Wannenrändern taugt.

Für stark beanspruchte, sehr breite Fugen oder Anschlüsse an empfindlichen Materialien wie Naturstein oder Beton sollten Sie auf spezielle Hybriddichtstoffe zurückgreifen. Diese vereinen die Vorteile von Silikon und Acryl: Sie sind elastisch, überstreichbar, frei von Lösungsmitteln und haften auch auf porösen Untergründen hervorragend. Bei der materialauswahl für den Küchenbereich, wo Fugen häufig mit Fett und Reinigungsmitteln in Kontakt kommen, ist ein Hybriddichtstoff oft die robustere Lösung, da er eine höhere Chemikalienbeständigkeit aufweist als reines Acryl. dspartner für alle genannten Zwecke unbedingt einfache Bau- oder Montageschaumstoffe, da diese nicht für hygienische Nassbereiche ausgelegt sind. Prüfen Sie zudem vor dem Auftrag, ob der Untergrund trocken, fettfrei und staubfrei ist, und arbeiten Sie den Dichtstoff zügig mit einem Fugenglätter ein.
Ein entscheidender Punkt bei der materialauswahl ist die spätere Pflege und Reparaturfreundlichkeit. Silikonfugen sollten Sie regelmäßig auf Risse und Verfärbungen kontrollieren, da Mikrorisse Feuchtigkeit eindringen lassen, die langfristig zu Stockflecken in der Wand führen kann. Entfernen Sie alte, beschädigte Dichtstoffe restlos mit einem scharfen Messer oder einem speziellen Entferner, bevor Sie neue auftragen. Für Fugen, die nicht permanent elastisch sein müssen, etwa an der Fliesenfuge zwischen Wand- und Bodenfliesen, können Sie auch einen zementären Fugenmörtel verwenden, dieser ist jedoch starr und reißt bei Bewegungen. Planen Sie daher jede Fuge separat: Bewegungsfugen gehören mit Silikon oder Hybrid verfüllt, feste Stoßfugen können mit Mörtel ausgeführt werden. Achten Sie beim Kauf auf die Verarbeitungstemperatur (idealerweise zwischen 5 und 30 Grad Celsius) und ventilieren Sie den Raum während des Aushärtens gut. So stellen Sie sicher, dass Ihre Fugen dauerhaft dicht und hygienisch bleiben, ohne dass Sie nach kurzer Zeit nachbessern müssen.